NC Psychologie

Der Numerus Clausus, abgekürzt „NC“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine Zulassungsbeschränkung an deutschen Universitäten. Korrekt übersetzt bedeutet er so viele wie „beschränkte Anzahl“. Der NC wird an deutschen Universitäten zur Reglementierung von Studiengängen herangezogen, in denen mehr Antragstellungen zur Immatrikulation als verfügbare Studienplätze verzeichnet werden. Als Kenngröße wird die Abschlussnote des Abiturs betrachtet, die jemanden für das Studium berechtigt oder aber auch ausschließt.

In diesem Artikel erfährst Du welcher aktueller Notendurschnitt für die jeweiligen deutschen Universitäten die Zulassungsgrenze für das Psychologie Studium bilden (NC Psychologie) und welche Alternativen es für Dich gibt, wenn Du diese Zulassungsgrenze nicht erfüllst.

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Was dich in diesem Artikel erwartet

NC Psychologie: Zulassungsgrenze anhand des Abitur Schnitts

Die Aufnahme zum Studiengang Psychologie wird in Deutschland von jeder Universität selbst organisiert. Dementsprechend variieren auch die Zulassungsgrenzen von Universität zu Universität.  Im Wintersemester 2018 mussten Studienbewerber*innen einen Abiturschnitt zwischen 1,0 (z.B. Freie Universität Berlin) und 1,7 (Universität des Saarlandes, Saarbrücken) für eine Aufnahme zum Studium vorweisen. Eine genaue Auflistung der Universitäten findest du in folgender Tabelle.

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Psychologie NC und Wartesemester an deutschen Universitäten

Alternativen zum Abiturschnitt

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Wartesemester

Im deutschen Grundgesetz (Art. 12 Abs. 1 GG) wird festgelegt, dass alle deutschen das Recht haben, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Um dem gerecht zu werden, werden in Deutschland 20% aller Studienplätze anhand der Wartesemester vergeben. Momentan liegt die durchschnittliche Wartezeit in Deutschland bei 12 Semestern und variiert je nach Studienort zwischen 6 (Universität des Saarlandes- Saarbrücken) und 24 Semestern (LMU- München).

Mythos Wartesemester

Fälschlicherweise glauben immer noch sehr viele Studieninteressierte, dass sich die Abiturnote mit jedem Semester um 0,1 verbessert. Dies ist jedoch ein Mythos und spiegelt nicht die Realität. Entscheidend ist die Wartezeit. Diese wird durch die Semesteranzahl, die man an keiner deutschen Universität oder Hochschule eingeschrieben war, definiert. Das bedeutet, dass man sogar Wartesemester sammelt, wenn man im Ausland studiert. Typischerweise jedoch  sammeln viele Studieninteressierte ihre Wartesemester während sie erste Berufserfahrungen in studiumsnahen Ausbildungen machen.

Ein weiterer Mythos ist, dass man sich zu Beginn auf die Warteliste schreiben muss, um Wartesemester zu sammeln. In Wirklichkeit gibt es eine solche Liste nicht. Die Wartezeit wird einfach anhand der vergangenen Zeit seit dem Abitur bis zum Zeitpunkt der Antragstellung ermittelt. War man in der Zwischenzeit einzelne Semester an deutschen Hochschulen oder Universitäten immatrikuliert, zählen die eingeschriebenen Semester nicht als Wartesemester und werden dementsprechend abgezogen.

Interpretation der Wartezeittabelle

Zur Illustration betrachten wir die Wartezeitbestimmung an der Freien Universität Berlin. Im Wintersemester 2018 betrug die Wartezeit dort 16 Semester (8 Jahre). Das bedeutet, dass allen, die 15 und weniger Wartesemester auf ihrem Konto hatten, auf Grund der Wartezeitquote kein Studiumsplatz zugesprochen werden konnte. Allen Bewerber*innen, die 17 oder mehr Wartesemester auf ihrem Konto hatten, wurde ein Studiumsplatz unabhängig von ihrem Abitursschnitt zugesprochen. Alle, die genau 16 Wartesemester auf ihrem Konto hatten, mussten mindestens einen Abiturschnitt von 2,7 oder besser nachweisen um einen Studienplatz zu erhalten.

Losverfahren

Viele Universitäten vergeben Restplätze anhand des Losverfahrens. Das Losverfahren wird von den jeweiligen Universitäten selbst durchgeführt. Alle Informationen dazu findest Du auf den Homepages der Universitäten. Es ist nicht notwendig, dass Du Dich bereits für das reguläre Aufnahmeverfahren beworben hast. Du kannst Deinen Antrag auf einen Losplatz unabhängig davon einreichen.

Psychologiestudium im Ausland

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Das Ausland bietet hervorragende Alterntiven als Studienorte für Dein Psychologiestudium. In unserem Artikel zum Psychologiestudium findest Du alle relevanten Informationen zu diesem Thema. Vor allem Österreich ist auf Grund der geringen Studiengebühren (19,20€ pro Semester), der überwiegend deutschen Unterrichtssprache sowie sehr facettenreichen Seminarangeboten, eine äußerst attraktive Möglichkeit. Weiterhin wird für die Zulassung zum Studium kein NC sondern ein Aufnahmetest verwendet.